Telekom-Aktien unter Druck: Regulatorische Risiken sorgen für Kursrutsch
Die Aktien der Deutschen Telekom stehen derzeit stark unter Druck. Nachdem ein kurzfristiger Anstieg Ende Oktober Hoffnung aufkeimen ließ, geriet das Wertpapier Mitte Januar ins Rutschen. Seitdem hat die Aktie über acht Prozent an Wert verloren, was auch am Mittwoch mit einem weiteren Rückgang von 1,2 Prozent fortgesetzt wurde. Dieser Abwärtstrend drückte die Aktie auf den niedrigsten Stand seit November.
Branchenanalyst Mathieu Robilliard von der Barclays Bank beleuchtete in einem aktuellen Kommentar die regulatorischen Herausforderungen, vor denen die Telekom steht. Besonders die geplanten Maßnahmen der EU-Kommission, die darauf abzielen, die chinesischen Technologieanbieter Huawei und ZTE aus den europäischen Netzwerken zu entfernen, sorgen für Unruhe. Insbesondere das angekündigte Gesetzgebungspaket unter dem Titel 'Digital Network Act', das noch am selben Tag erwartet wurde, verstärkt die Unsicherheit unter den Anlegern.
Zusätzlich belasten nationale regulatorische Anforderungen die Deutsche Telekom. Die Bundesnetzagentur plant eine strengere Kontrolle auf dem Heimatmarkt. Ein thematisiertes Konzeptpapier, das die Abschaltung von DSL-Leitungen auf Kupferbasis zugunsten der zukunftsweisenden Glasfaser-Technologie verlangt, setzt das Unternehmen unter weiteren Druck und erfordert erhebliche Investitionen in neue Infrastrukturen.

