Kostspieliger Bitcoin-Fehler eskaliert: Bithumb verklagt Nutzer

Die südkoreanische Kryptowährungsbörse Bithumb hat gerichtliche Schritte eingeleitet, um 7 BTC einzufrieren, die nach einem Auszahlungsfehler Anfang des Jahres nicht zurückgegeben wurden.
Der Streit eskalierte, nachdem eine kleine Anzahl von Nutzern sich weigerte, die erhaltenen Mittel zurückzugeben.
Rechtliche Schritte
Laut einem Bericht der lokalen Medien hat Bithumb eine vorläufige Pfändung beantragt, ein rechtlicher Schritt, der es ermöglicht, Vermögenswerte vorübergehend zu sperren, bevor eine formelle Zivilklage eingereicht wird. Dies geschah nach einem Vorfall im Februar, bei dem die südkoreanische Krypto-Börse versehentlich Bitcoin statt Koreanischen Won (KRW) während einer Werbeaktion verteilte.
Ursprünglich sollte Bithumb insgesamt 620.000 Won an 249 Teilnehmer auszahlen, mit individuellen Beträgen zwischen 2.000 und 50.000 Won. Aufgrund eines Eingabefehlers wurden die Zahlungen jedoch in BTC abgewickelt, was zu einer versehentlichen Übertragung von fast 620.000 BTC führte, was in die Zehntausende von Billionen Won umgerechnet wurde.
Obwohl die Börse die Transaktionen innerhalb von Minuten rückgängig machte, konnte sie nicht alle verteilten Vermögenswerte vollständig zurückholen, da einige Empfänger die BTC bereits verkauft oder in andere digitale Vermögenswerte umgewandelt hatten. Während das Unternehmen seitdem die betroffenen Nutzer individuell kontaktiert und die meisten der fälschlicherweise ausgegebenen Mittel zurückerhalten hat, weigert sich eine kleine Gruppe, den verbleibenden Teil zurückzugeben, was die aktuelle rechtliche Eskalation ausgelöst hat.
Branchenquellen, die von lokalen Medien zitiert werden, sagten, einige Nutzer argumentierten, dass der Fehler von der Börse ausging und sie daher nicht verpflichtet seien, die Vermögenswerte zurückzugeben. Rechtsexperten hingegen sehen den Fall als ungerechtfertigte Bereicherung und betonen, dass Empfänger verpflichtet sind, irrtümlich erhaltene Vermögenswerte zurückzugeben.
Verkauf könnte nachteilig sein
Behörden haben zudem angedeutet, dass Personen, die die Bitcoin in Bargeld umgewandelt haben, mit größeren Komplikationen rechnen müssen, falls rechtliche Schritte eingeleitet werden. Zum Zeitpunkt des Vorfalls fielen die Bitcoin-Preise auf Bithumb kurzzeitig in den niedrigen Bereich von 80 Millionen Won, während die aktuellen Preise deutlich höher sind, etwa bei 105 Millionen Won.
Dies könnte eine potenzielle Belastung für Nutzer darstellen, die die Vermögenswerte früher zu niedrigeren Preisen verkauft haben, da sie möglicherweise Bitcoin zu einem höheren Marktpreis zurückkaufen müssen, um einer gerichtlichen Rückgabeverpflichtung nachzukommen.

