Bitcoin-Indikator mit perfekter Prognose: Was sagt er über den aktuellen Zyklus?

Bitcoin hat sich nach einem schwierigen ersten Quartal wieder über die Marke von $70.000 erholt. Dennoch bleibt unklar, ob der Tiefpunkt des aktuellen Zyklus bereits erreicht ist oder ob sich die Kryptowährung noch in einer Bodenbildungsphase befindet. Ein technischer Indikator, der eine interessante Bitcoin-Metrik verfolgt, deutet darauf hin, dass der Tiefpunkt möglicherweise noch nicht erreicht ist.
Der Indikator mit makelloser Historie
Ein bestimmter Bitcoin-Indikator hat bisher jeden Zyklustiefpunkt korrekt vorhergesagt. Diese Metrik ist der Anteil der langfristigen Halter, die Verluste verzeichnen. Sie misst, wie viel des von langfristigen Investoren gehaltenen Angebots bei den aktuellen Preisen im Minus ist.
Langfristige Halter sind Bitcoin-Adressen, die ihre Coins seit mindestens 155 Tagen halten. Diese Metrik zeigt, wie stark die geduldigste Gruppe des Marktes im Minus ist. Laut einer Analyse des Krypto-Analysten Ardi zeigt sich, dass immer dann, wenn eine signifikante Anzahl langfristiger Halter Verluste verzeichnet, dies nahe dem Ende von Bärenmärkten geschieht. In diesen Phasen nimmt der Verkaufsdruck ab, da schwächere Investoren aussteigen und nur die engagiertesten Investoren übrig bleiben.
Während des Zyklustiefs 2015 waren 53% des Angebots der langfristigen Halter im Minus. Ein ähnliches Muster zeigte sich beim Tiefpunkt 2018, als etwa 45% der langfristigen Bestände Verluste verzeichneten. Der Trend wiederholte sich beim Tiefpunkt 2022, als die Zahl etwa 44% erreichte.
Der aktuelle Anteil der langfristigen Halter im Minus liegt bei etwa 29% und steigt weiter an. Diese Zahl ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam. Einerseits bestätigt sie, dass sich die Bedingungen verschlechtern und ein großer Anteil der Halter Verluste erleiden würde, falls die Preise weiter fallen. Andererseits liegt der Wert noch deutlich unter dem Bereich von 44% bis 53%, der bisher als verlässlicher Zyklustiefpunkt galt. Laut Analyst Ardi zeigt dies, dass der Bitcoin-Preis noch nicht am Tiefpunkt ist, sondern sich noch in der Phase befindet, in der sich Tiefpunkte bilden.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wird Bitcoin bei $71.127 gehandelt, was einem Rückgang von 1,1% in den letzten 24 Stunden entspricht. Der jüngste Zyklustiefpunkt wurde knapp unter $63.000 während des marktweiten Crashs Anfang Februar verzeichnet. Die führende Kryptowährung handelt weiterhin um die $70.000-Marke, die sich als psychologisch wichtig erwiesen hat.
Die allgemeine Stimmung am Kryptomarkt zeigt derzeit keinen klaren Aufwärtstrend, und die Kursbewegungen bei den wichtigsten Vermögenswerten spiegeln eine gewisse Zurückhaltung wider. Der Crypto Fear and Greed Index liegt bei einem Wert von 43 und befindet sich damit im neutralen Bereich.

