Telekom-Aktie fällt auf Jahrestief: Konkurrenzkampf belastet
Die Aktien der Deutschen Telekom fanden sich am Donnerstag auf einem unvertraut niedrigen Kursniveau wieder, nachdem sie einen Jahres-Tiefststand von 27,56 Euro erreicht hatten. Diese Entwicklung folgte auf einen Rückgang der Aktie in den negativen Bereich auf Jahressicht. So beläuft sich das Minus für 2025 aktuell auf fast 5 Prozent. Schon seit Ende Mai befindet sich die Aktie der Telekom in einem Abwärtstrend. Im März dieses Jahres hatten die Titel ihr Jahreshoch noch bei nahe 36 Euro verzeichnet.
Einen neuen Spannungsakzent setzte am Vorabend der frischgebackene CEO von Verizon, Dan Schulman, der im Zuge der Quartalszahlen für die US-Märkte einen Führungsanspruch anmeldete. Dieser Schachzug blieb nicht unbemerkt, denn JPMorgan-Analyst Akhil Dattani erkannte darin die Ursache für die fühlbare Schwäche der Branche in den USA. Die Anteilsscheine der Telekom-Tochter T-Mobile US litten ebenfalls darunter und fielen um mehr als 2 Prozent.
Anleger beider Atlantikseiten hegen zusätzlich Besorgnis über das Dividendenwachstum, angesichts der beträchtlichen Investitionsvolumina in Amerika. Auch kursierten Berichte über eine mögliche Übernahme des Mobilfunkunternehmens 1&1 durch Telefonica, was die Wettbewerbsdynamik auf dem deutschen Markt weiter anheizen könnte.

