Technologieaktien im Sinkflug: US-Börsen vor Herausforderungen
Zur Wochenmitte setzen sich die negativen Vorzeichen an der Wall Street fort, wobei Technologiewerte das Feld der Verlierer anführen. Auch einige Bankenaktien zeigen sich nach der Offenlegung ihrer Quartalsberichte in schwacher Verfassung. Die überraschend stark gestiegenen US-Erzeugerpreise im November üben weiteren Druck auf die Märkte aus. Trotz dieser Herausforderungen konnten die Einzelhandelsumsätze im gleichen Monat leicht über den Prognosen zulegen.
Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 49.051 Punkte nach, während der S&P 500 um 0,8 Prozent auf 6.907 Zähler fiel. In der Technologiebörse Nasdaq büßte der Nasdaq 100 1,2 Prozent auf 25.427 Punkte ein. Inmitten der Quartalsberichtsaison großer US-Banken sorgten die Geschäftsberichte von Bank of America, Citigroup und Wells Fargo für Aufsehen. Bei der Bank of America wurden die Erwartungen beim Zinsüberschuss übertroffen, jedoch dominierte die Sorge um die zukünftigen Kosten den Markt, was die Aktie um 4,3 Prozent fallen ließ.
Wells Fargo verfehlte die Konsensschätzung beim Zinsüberschuss, was zu einem Rückgang der Aktie um 5,2 Prozent führte. Citigroup verzeichnete zwar einen Anstieg bei den Finanzberatungsgebühren, sieht jedoch erhöhte Ausgaben bis 2026 auf sich zukommen, was den Aktienkurs um 2,6 Prozent nach unten drückte.
Entgegen dem allgemeinen Trend stiegen die Titel von Honeywell um 0,7 Prozent. Das Quantum-Computing-Unternehmen Quantinuum, mehrheitlich im Besitz von Honeywell, plant demnächst einen Börsengang und erlangte kürzlich eine Bewertung von fast 11 Milliarden US-Dollar dank zusätzlicher Kapitalbeschaffung.
Die Aktien des Elektrofahrzeugherstellers Rivian verbilligten sich deutlich um 7,7 Prozent, nachdem die Großbank UBS ihre Bewertung von "Neutral" auf "Sell" herabgestuft hatte, aufgrund eines nun weniger attraktiven Verhältnisses von Chancen zu Risiken.

