Techland zähmt die Bestie – Der Klammergriff der Zombies in Dying Light: The Beast wird endlich entschärft
Nach einer leichten Verschiebung vom ursprünglichen Veröffentlichungstermin im August, schlug Dying Light: The Beast am 18. September auf PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC ein wie eine Bombe. Während der direkte Vorgänger die Community noch in zwei Lager spaltete, erntete Techlands neuestes Werk beinahe einhellige Lobeshymnen von Kritikern und der Spielerschaft gleichermaßen. Insbesondere die Evolution des Parkour-Systems, die atemberaubend gestaltete neue Spielwelt und die gnadenlosen Mechaniken des Bestienmodus katapultierten den Titel an die Spitze. Die Resonanz fiel derart positiv aus, dass das Game laut Metacritic-Bewertungen zum höchstbewerteten Hauptteil der gesamten Reihe avancierte.
Der Stachel im Fleisch des Erfolgs
Trotz der überwältigenden Reviews ist selbst dieses Juwel nicht frei von kleinen Kratzern im Lack, weshalb die Entwickler bereits in der ersten Woche nach Release diverse Hotfixes auf die Server spielten. So wurden bereits Performance-Probleme angegangen, ein fehlerhafter Tag-Nacht-Zyklus korrigiert und ein seltsamer Glitch behoben, der für Regen in geschlossenen Räumen sorgte. Ein hartnäckiger Wermutstropfen trübte jedoch für viele das ansonsten exzellente Spielerlebnis: die schier unaufhaltsamen und übermäßig frequenten Griffe der Zombies. Diese unbarmherzigen Klammerattacken rissen Spieler unentwegt aus dem flüssigen Kampffluss und sorgten für zahlreiche Frustmomente. Obwohl Techland nach eigenen Angaben bereits an den Stellschrauben für die Häufigkeit gedreht hatte, war der Aufschrei der Community unüberhörbar.
Ein offenes Ohr für die Community
In einem brandneuen Entwickler-Update signalisiert das Studio nun, dass die Gebete der Fans erhört wurden und weitere, tiefgreifende Änderungen unmittelbar bevorstehen. Man sei dabei, eine Reihe von Anpassungen vorzubereiten, die es den sogenannten Beißern zwar weiterhin erlauben, aggressiv zu bleiben, aber gleichzeitig sicherstellen, dass die Konfrontation mit ihnen fairer abläuft. Die Erlösung naht in Form eines Patches, der die Mechanik des Greifens fundamental überarbeitet und entschärft. Diese Nachricht dürfte bei vielen geplagten Überlebenden für ein kollektives Aufatmen sorgen, denn nichts zerrt mehr an den Nerven als ein unfairer, unverdienter Bildschirmtod durch eine nicht abzuwehrende Umarmung eines Untoten.
Licht am Horizont: Konkrete Änderungen und Ausblick
Techland lässt die Spielerschaft nicht im Dunkeln und skizziert die kommenden Anpassungen bereits recht konkret. Die erste spürbare Veränderung wird sein, dass der tatsächliche Schaden bei einem Griff etwas später eintritt, was dir mehr Gelegenheiten verschafft, dich ohne Verletzung aus der Umklammerung zu befreien. Wenn du einen Kampf beginnst, wird der erste alarmierte Zombie zudem seltener die Auseinandersetzung direkt mit einer Greif-Attacke eröffnen. Schließlich verspricht das Studio, dass Untote, die dich aus einiger Entfernung anspringen und packen wollen, dieses Vorhaben nun „etwas offensichtlicher“ ankündigen werden. Ein genauer Veröffentlichungstermin für dieses Update steht zwar noch aus, doch Techland versichert, es sei „wirklich kurz davor“ und ziele auf eine Veröffentlichung Anfang nächster Woche ab. Parallel dazu arbeitet das Team an weiteren Optimierungen, um Ruckler und Bildrateneinbrüche weiter zu reduzieren. PC-Spieler dürfen sich außerdem auf Verbesserungen bei der Frame-Generierung in grafisch anspruchsvollen Szenen freuen. Die vollständigen Patchnotes werden geteilt, sobald das Update live geht. Die nahe Zukunft in der Welt von Dying Light: The Beast sieht also nicht nur blutig, sondern auch deutlich fairer aus.

