Taxifahrerstreik in Athen: Verkehrskollaps droht
In der griechischen Metropole Athen braut sich ein Konflikt zusammen, der das Potenzial hat, den städtischen Verkehr für zwei Tage nahezu lahmzulegen. Die rund 14.000 Taxifahrer der Hauptstadt greifen zu drastischen Maßnahmen, um ihrem Unmut über die aktuelle Uber- und Taxi-Politik am Athener Flughafen und die Entscheidungen des Finanzministeriums Ausdruck zu verleihen. Geplant sind Taxi-Korsos, die strategisch wichtige Verkehrsadern blockieren sollen.
Besonders betroffen von diesem Ausstand sind die zahlreichen Touristen, die sich derzeit in der Stadt aufhalten. Schätzungen zufolge zählen dazu etwa 10.000 Deutsche. Zwar stehen alternative Verkehrsmittel wie Metro und Busse zur Verfügung, doch wird ein erheblicher Andrang erwartet, da die gewohnten Taxidienste nicht verfügbar sind.
Der Unmut der Taxifahrer entzündet sich an mehreren Streitpunkten. Zunächst stören sich die Fahrer daran, dass Uber-Wagen im Ankunftsbereich des Flughafens bevorzugt Halteplätze zugewiesen wurden, während reguläre Taxis auf Kunden warten müssen. Ein weiteres Konfliktthema ist der festgelegte Fixpreis für die Fahrt zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Vorgabe des Finanzministeriums den Taxifahrern angesichts der variierenden Verkehrsbedingungen und Streckenlängen wirtschaftlich nicht gerecht wird. Aktuell liegt der Preis bei 40 Euro tagsüber und 55 Euro nachts für die etwa 38 Kilometer lange Strecke.

