Taurus-Lieferung an die Ukraine - Deutschland zeigt sich solidarisch mit Kiew
In der aktuellen Debatte über die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern in die Ukraine wird der Ton immer schriller. Es fällt schwer, den Unterschied zwischen direkter Hilfe und einem potenziellen Ringtausch mit Frankreich und Großbritannien zu erkennen. In Anbetracht dessen sollte Bundeskanzler Olaf Scholz lieber den Drängen der Koalitionspartner Grüne und FDP sowie der Oppositionspartei CDU nachgeben und die Taurus-Marschflugkörper ohne Umwege nach Kiew schicken. Sein bisheriges Nein scheint ohnehin schwer nachvollziehbar zu sein.
Deutschland bleibt einer der wichtigsten Waffenlieferanten, und die Bundesregierung hat bisher immer ihre Unterstützung zugesichert. Die Regierung von Wolodymyr Selenskyj kann es sich nicht leisten, russisches Territorium anzugreifen und damit das Risiko einzugehen, Berlin zu verärgern und weitere Hilfen zu gefährden. Eine Lieferung der Taurus-Marschflugkörper würde nicht nur die Solidarität Deutschlands mit der Ukraine unterstreichen, sondern auch dazu beitragen, dass sich die Ukraine besser gegen russische Invasoren verteidigen kann und somit auch Europa schützt.
Die Bundesregierung würde erneut ein deutliches Zeichen setzen und zeigen, dass sie der Ukraine in ihrer Verteidigung gegen russische Aggressionen mit allem Nötigen zur Seite steht. Dies könnte auch als Vorbild für andere Länder dienen, um ebenfalls mehr für den Schutz Europas zu tun. (eulerpool-AFX)

