Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Zweite Runde mit lautstarken Protesten
Die Tarifgespräche zwischen den Ländern und den Gewerkschaften Verdi sowie dem Beamtenbund dbb gehen in die zweite Runde. In Potsdam versammeln sich zahlreiche Beschäftigte, um den Verhandlungen mit Nachdruck Nachdruck zu verleihen. Die Gewerkschaften haben angekündigt, vor Ort mit Protesten auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Verdi und der dbb möchten eine Einkommenssteigerung um sieben Prozent oder alternativ einen Mindestbetrag von 300 Euro für die über 920.000 tarifgebundenen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst durchsetzen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) fährt jedoch eine harte Linie und bezeichnet die geforderten Erhöhungen als nicht finanzierbar. Diese Verhandlungen betreffen insgesamt rund zwei Millionen Beschäftigte, da die Tarifergebnisse meist auf etwa 1,3 Millionen Beamte übertragen werden – mit Ausnahme von Hessen, das einen separaten Tarifvertrag hat. Die laufende Verhandlungsphase endet am Freitag. Sollte es zu keiner Einigung kommen, ist mit einer Intensivierung der Warnstreiks zu rechnen. Mögliche Brennpunkte könnten dann universitäre Kliniken, Kindertagesstätten in Stadtstaaten, Universitäten und der Winterdienst auf öffentlichen Straßen sein. Ein finales Aufeinandertreffen der Verhandlungspartner ist für Mitte Februar geplant.

