Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder: Arbeitgeber legen Angebot vor
Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts der Länder haben die Arbeitgeber zur möglichen Schlussrunde ein Angebot angekündigt. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), Verhandlungsführer der Länder, verkündete vor Beginn der Gespräche in Potsdam: "Wir werden heute was vorlegen." Genauere Details zum Angebot wurden bisher nicht bekanntgegeben. Dressel äußerte jedoch den Wunsch, dass eine Einigung noch vor dem Wochenende erreicht werden kann.
Die Struktur des Abschlusses für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen, der im April erzielt wurde, soll nach Angaben von Dressel übernommen werden. Dabei erhielten die Beschäftigten zunächst eine größere Einmalzahlung sowie eine lineare Erhöhung. "Und diese Struktur stellen wir uns auch vor", so Dressel.
Die Gewerkschaften hatten auch im aktuellen Tarifstreit für Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Einkommen gefordert, mindestens jedoch 500 Euro. Der damalige Abschluss beinhaltete steuer- und abgabenfreie Sonderzahlungen in Höhe von insgesamt 3000 Euro, einen Sockelbetrag von 200 Euro sowie eine anschließende Erhöhung um 5,5 Prozent.
Die Verhandlungsrunde ist für zwei Tage angesetzt, jedoch besteht die Möglichkeit einer Verlängerung bis ins Wochenende. (eulerpool-AFX)

