Tapestry trotzt Tarifhürden: Optimistische Zukunftsprognose
Der US-amerikanische Einzelhandelsriese Tapestry hat angekündigt, die Auswirkungen der aktuellen US-Zölle bis zum Geschäftsjahr 2028 vollständig auszugleichen. Diese optimistische Prognose wurde während des Investorentags bekanntgegeben, wo das Unternehmen zudem Pläne zum Rückkauf von Aktien im Wert von 3 Milliarden Dollar vorstellte.
Mit Marken wie Coach und Kate Spade, die ihre luxuriösen Lederhandtaschen und Accessoires in Ländern wie Vietnam, Kambodscha und Indien fertigen lassen, sieht sich Tapestry gezwungen, die Last der von Präsident Donald Trump eingeführten Zölle zu tragen. Für 2026 prognostizierte das Unternehmen Kosten in Höhe von etwa 160 Millionen Dollar, wobei die Marke Kate Spade besonders stark betroffen sein soll.
Finanzvorstand Scott Roe versicherte den Investoren jedoch, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2027 und darüber hinaus die Brutto- und Betriebsmargen steigern werde. Die Umsatzkraft der Marke Coach, der größte Erlöstreiber von Tapestry, soll langfristig auf etwa 10 Milliarden Dollar anwachsen, während Kate Spade ab 2027 zu profitablem Wachstum zurückkehren soll.
CEO Joanne Crevoiserat zeigte sich zuversichtlich, dass Tapestry auch unter den Herausforderungen der Zölle in der Lage sei, die Margen weiter zu verbessern. Trotz der künftigen wirtschaftlichen Herausforderungen rechnet Tapestry mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 sowie einem Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie im niedrigen zweistelligen Bereich jährlich.
Nichtsdestotrotz sank die Aktie des Unternehmens im Nachmittagshandel um bis zu 3,4 %, obwohl sie im bisherigen Jahresverlauf bereits um 60 % gestiegen ist.

