Synthesia: Aufstrebender Star am AI-Himmel mit Milliardenbewertung
In einer Zeit, in der die flächendeckende Verbreitung von Deepfakes im Netz zunehmend für Bedenken sorgt, sticht eine KI-Technologie aus London positiv hervor. Synthesia, ein vielversprechendes Startup, das sich auf hochrealistische AI-Avatare spezialisiert hat, findet großen Anklang bei Unternehmen. Laut Synthesias Angaben nutzen über eine Million Anwender aus etwa 60.000 Unternehmen die Lösung für diverse Anwendungen wie Vertrieb, Marketing und Schulungen.
Die Investorenwelt zeigt sich begeistert: Synthesia hat erfolgreich eine Series-D-Finanzierungsrunde mit beeindruckenden 180 Millionen Dollar abgeschlossen, was die Unternehmensbewertung auf 2,1 Milliarden Dollar hebt. Angeführt wurde die Runde von NEA, unterstützt von neuen Investoren wie WiL (World Innovation Lab), Atlassian Ventures und PSP Growth. Auch bestehende Investoren wie GV und MMC Ventures beteiligten sich erneut. Dieses Kapital, insgesamt 330 Millionen Dollar bisher, soll primär dazu genutzt werden, das Asien-Pazifik-Geschäft auszubauen und die Produktentwicklung voranzutreiben.
CEO Victor Riparbelli betont, dass man sich verstärkt auf das Wesentliche konzentriere, um die Avatar-Technologie weiter zu verfeinern. Ziel sei es, Avatare in verschiedenen Umgebungen agieren zu lassen, physische Demonstrationen anzubieten und Interaktionen mit Nutzern zu ermöglichen. Fusionen oder Übernahmen stehen derzeit nicht auf dem Programm, da Synthesia lieber intern entwickelt und auf externe APIs setzt.
Die Anziehungskraft von AI-Startups bleibt ungebrochen: Fast 37% der weltweit in 2024 investierten 368,5 Milliarden Dollar flossen in diesen Bereich. Besonders bemerkenswert ist die Situation in den USA, wo AI-Unternehmen nahezu 50% der 209 Milliarden Dollar Kapital erhalten haben. Synthesia positioniert sich in diesem Markt als Plattform der Wahl für Unternehmen, die ihre Videokommunikation ausbauen wollen.
Mit einem klaren Fokus auf Geschäftskunden und einer strengen Kundenorientierung hebt sich Synthesia von der Konkurrenz ab, was auch die Investoren nachhaltig beeindruckt. Die Integration von AI-Video-Tools in Anwendungen wie Atlassians Jira verspricht zudem spannende Synergien in der Zukunft.

