Switch 2 öffnet sich: Endlich Hoffnung auf deutlich mehr Spiele
Lange Zeit hing über der Nintendo Switch 2 eine Frage, die viele Fans nervös machte: Warum kommen so wenige große Third-Party-Spiele? War Nintendo zu zurückhaltend mit Devkits und bremste sich damit selbst aus? Neue Aussagen eines bekannten Insiders drehen diese Stimmung nun spürbar. Und diesmal geht es nicht um Zweifel, sondern um „echte Hoffnung auf mehr Spiele“.
Der Leaker NateTheHate hatte bereits im Sommer 2025 bestätigt, dass zahlreiche große Studios tatsächlich keine Switch 2-Devkits erhalten hatten. Das erklärte vieles: fehlende Day-One-Releases, verzögerte Ports, vorsichtige Publisher. Alles wirkte schon nach einem Start wie damals bei der Wii U, die Nintendo fast alles gekostet hätte.
Jetzt, Ende Dezember, folgt die Kehrtwende. Laut dem Insider sei die Devkit-Situation „weitgehend gelöst“. Studios hätten inzwischen Zugriff, die größten Hürden seien beseitigt. Das klingt unspektakulär, ist aber für die Zukunft der Switch 2 enorm wichtig. Denn ohne Dev-Kits gibt es keine Ports. Ohne Ports keine Spielevielfalt. Und ohne Vielfalt keine langfristige Third-Party-Unterstützung.
Warum sich das Blatt jetzt wendet
Die Aussage kommt nicht aus dem Nichts. In den letzten Wochen häufen sich Ankündigungen von Ports, Upgrade-Paketen und neuen Switch 2-Versionen. Genau das greift auch die Community auf. Auf Reddit liest man immer häufiger sinngemäß: „Vor ein paar Monaten klagten Entwickler, jetzt liefern sie plötzlich.“ Ein Schlüsselmoment war dabei übrigens Call of Duty. Laut Jez Corden (via X.com) steht der erste Teil für Switch (sehr wahrscheinlich Switch 2) kurz vor dem Abschluss. Der Grund für die späte Ankunft sei simpel gewesen: Die Entwickler hatten schlicht zu spät Zugriff auf die Hardware. Dass sich das jetzt ändert, wird von vielen als Signal verstanden: Wenn Call of Duty kommt, folgen andere.
Wichtig ist dabei der Realismus. Auch in der Community wird betont: Nicht jedes Spiel kann sofort erscheinen. Manche Projekte laufen seit Jahren, andere setzen stark auf Engines oder Features, die mehr Anpassung benötigen. Vor allem Titel auf der Unreal Engine 5 gelten als anspruchsvoller, während Spiele anderer Engines schneller auf der Switch 2 landen. Aber genau hier liegt der Hoffnungsschimmer: Jetzt, da Dev-Kits verfügbar sind, kann diese Arbeit überhaupt erst beginnen. Ports brauchen Zeit, doch ohne Zugang zur Hardware wären sie unmöglich gewesen.

Call of Duty: Black Ops 7 für die Third-Party-Entwickler als Wendepunkt? Alles deutet daraufhin, dass wir 2026 deutlich mehr Games für die Nintendo Switch 2 bekommen werden. – Bilder: Activision, Nintendo – Montage
Nintendo Switch 2 im Jahr 2026: Viel mehr Spiele für uns
Viele Fans sehen 2026 als das Jahr, in dem sich entscheidet, was die Switch 2 langfristig sein will. Die Zeichen stehen besser als noch vor ein paar Monaten. Wenn die Devkit-Bremse wirklich gelöst ist, gibt es für Publisher kaum noch Ausreden. Gerade in einer Branche, in der „so viele Plattformen wie möglich“ immer wichtiger werden, ist eine erfolgreiche Nintendo-Konsole schlicht zu attraktiv, um sie zu ignorieren.
Auffällig ist, wie sich der Ton verändert hat. Wo früher Panik und Vorwürfe dominierten, liest man jetzt Gelassenheit. Viele Nintendo-Fans sagen offen: „Der Launch war gut, jetzt dürfen die Ports kommen.“ Andere betonen, dass Nintendo ohnehin zuerst mit eigenen Spielen überzeugen muss und genau das hat die Switch 2 bereits geschafft. Mario Kart World und/oder Donkey Kong Bananza sind Paradebeispiele dafür. Nicht nur weil sie von uns eine 10 von 10 erhalten haben, sondern weil sie auch noch in 5 Jahren gespielt werden möchten.
Ein wichtiger Schlusssatz von mir: Mehr Spiele kommen nicht über Nacht. Doch die wichtigste Voraussetzung dafür scheint erfüllt. Für Fans bedeutet das vor allem eines: berechtigte Hoffnung, dass die Switch 2 in den kommenden Jahren deutlich vielfältiger wird. Und genau darauf haben viele gewartet. Auch ich.


