Battlefield 6: Größere Karten sollen immer noch kommen – Produzent verrät, warum Geduld gefragt ist
Wer Battlefield 6 seit dem Launch spielt, weiß: Das Spiel hat vieles richtig gemacht – und an einer Stelle die Gemeinschaft besonders lautstark gegen sich aufgebracht. Der Ruf nach weitläufigeren Schlachtfeldern ist seit Monaten unüberhörbar, und nun hat das Entwicklungsteam endlich Farbe bekannt. Was hinter der Verzögerung steckt und wann sich die Lage bessert, ist dabei erhellender als erwartet.
Der Dauerstreit um Kartengröße
Bereits vor dem Start von Battlefield 6 war die Erwartung an großflächige, sandkastenartige Karten im Stile älterer Teile der Reihe ein zentrales Thema in der Gemeinschaft. Als Staffel 1 dann mit Blackwell Fields eine Karte lieferte, die diesen Erwartungen alles andere als gerecht wurde, kochte die Empörung über. Selbst Chefproduzent David Sirland räumte damals ein, dass größere Karten notwendig seien. Vier Monate sind seitdem vergangen – und der Fortschritt fühlt sich für viele Spieler schleppend an. Produzent Phil Girette äußerte sich nun offen zu diesem Unmut und betonte, dass das Team das Feedback sehr wohl wahrnehme – und zwar „sehr laut“. Gleichzeitig bat er um Verständnis: „Wir werden noch etwas mehr Zeit brauchen.“
Golmud Railway und das Versprechen von Staffel 2
Staffel 2 soll die Trendwende einläuten. Girette kündigte für die laufende Staffel ausdrücklich „mehr Karten und größere Karten“ an – und als konkretes Zugpferd nennt er die Rückkehr von Golmud Railway aus Battlefield 4, einem Fanliebling, der für seine weitläufigen Schlachten mit schweren Fahrzeugen bekannt ist. Aktuell befindet sich die Karte in der internen Testphase über das Battlefield-Labs-Programm – ein Schritt, den Girette selbst als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet. Dass Karten zu den zeitaufwendigsten Elementen im Entwicklungsprozess gehören, gibt er dabei unumwunden zu: Sie müssen Qualität und Erwartungen gleichermaßen erfüllen, bevor sie das Licht der Welt erblicken – und das kostet eben Zeit.
Staffel 2 im Detail: Was bereits jetzt geboten wird
Wer nicht auf Golmud Railway warten möchte, findet in Staffel 2 bereits jetzt Neues: Die Karte Contaminated versetzt Spieler in ein vergiftetes Schlachtfeld, auf dem Gasmasken über Leben und Tod entscheiden. Am 17. März folgt mit der zweiten Phase namens Nightfall die Karte Hagental Base, ehe am 14. April die dritte Phase Hunter/Prey einen zeitlich begrenzten Modus namens Operation Augur ins Spiel bringt, der frischen Wind in die Gefechtsformel bringen soll. Dass Staffel 2 insgesamt um einen Monat verschoben wurde, um Gemeinschaftsrückmeldungen einfließen zu lassen, scheint sich auszuzahlen – das Team verspricht, künftige Staffeln ohne weitere Verzögerungen zu veröffentlichen und die aktuelle als Grundstein für das Kommende zu nutzen. Battlefield 6 hat seit seinem Erscheinen über sieben Millionen Exemplare in den ersten drei Tagen abgesetzt – das Fundament ist solide, nun muss die Struktur folgen.

