Streit um Sommerferien: Ein bayrischer Kompromiss ist nicht in Sicht
Der jährliche Start in die Sommerferien entwickelt sich wieder einmal zu einem ewig währenden Diskussionspunkt zwischen den deutschen Bundesländern. Besonders Nordrhein-Westfalen und Bayern stehen nun im Fokus der Debatte. Während Nordrhein-Westfalen eine spätere Ferienregelung anstrebte, kam aus Bayern ein entschiedenes Nein. Den Sommer, genauer gesagt den Ferienbeginn, möchte man dort augenscheinlich nicht verschieben.
In Bayern beginnt der sommerliche Urlaub der Schulkinder traditionell im August und erstreckt sich bis Mitte September. Die Forderung aus Nordrhein-Westfalen, die Sommerferien auch mal später beginnen zu lassen, stieß bei Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder auf taube Ohren. Er begründete die Ablehnung nicht mehr mit Erntearbeit, sondern ließ verlauten, dass die Ferienrhythmen tief in der bayrischen DNA verwurzelt seien. Es scheint, dass Bayern unerschütterlich an seiner Tradition festhält.
Die Kultusministerkonferenz, die die Ferienzeiten koordiniert, hat die derzeitigen Regelungen bereits bis ins Schuljahr 2029/2030 festgelegt. Somit sind Änderungen kurzfristig unwahrscheinlich. Auch Kultusministerin Anna Stolz sprach sich für die bestehende Regelung aus und betonte die Orientierung an christlichen Feiertagen als maßgeblichen Faktor.
Es bleibt also spannend, ob sich in Zukunft doch noch ein Kompromiss abzeichnen wird oder ob die bayrische Standhaftigkeit weiteren Vorstößen trotzen wird.

