Streit um den New-Start-Vertrag: Ein Schachspiel der großen Mächte
Die Diskussion um die Verlängerung des New-Start-Vertrags wirkt beinahe wie ein politisches Schachspiel, das einerseits durch persönliche Animositäten beeinflusst wird und andererseits von strategischen Überlegungen durchzogen ist. Auch wenn es fraglich ist, in welchem Ausmaß sich Donald Trump mit den Details des Vertragswerks auseinandergesetzt hat, so ist doch unbestritten, dass der ehemalige US-Präsident den Vertrag ablehnt. Dies könnte mit der Tatsache zusammenhängen, dass seine Vorgänger Barack Obama und Joe Biden maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt waren.
Jedoch wäre es zu eindimensional, Trumps Handlungen ausschließlich auf persönliche Motive zu reduzieren. Ein gewichtiger Punkt seiner Kritik zielt darauf ab, die Volksrepublik China in zukünftige Verhandlungen mit einzubeziehen. Obwohl China über ein im Vergleich kleines Atomwaffenarsenal verfügt, wächst dieses stetig, was aus amerikanischer Sicht eine strategische Bedrohung darstellt, die möglicherweise größer als die von Russland eingeschätzt wird.
In Anbetracht der globalen Machtverschiebungen ist das Bestreben, China an den Verhandlungstisch zu bringen, nicht gänzlich unlogisch. Diese Dynamik zeigt, dass die Diskussion um den New-Start-Vertrag weniger eine Frage der jetzigen Vertragsinhalte ist, sondern vielmehr von geopolitischen Überlegungen und Machtstrategien geprägt wird. Das Spiel ist noch lange nicht ausgetragen und bleibt spannend zu beobachten.

