Strategie verlangsamt Bitcoin-Käufe auf Niveau von 2021: Was passiert hinter den Kulissen?

Die einst aggressive Bitcoin-Ankaufstrategie des Unternehmens scheint an Schwung zu verlieren. Nachdem es Schlagzeilen mit massiven wöchentlichen Käufen gemacht hat, die manchmal 10.000 BTC überstiegen und Ende 2024 ihren Höchststand mit 55.500 BTC erreichten, hat sich das Kauftempo nun drastisch auf etwa 200 BTC pro Woche verlangsamt.
Die Verlangsamung des größten Unternehmens-Bitcoin-Halters spiegelt sich auch in seinen Ausgaben wider.
Langsamere Käufe, gleicher Überzeugung
In seiner jüngsten Analyse schätzte der Krypto-Analyst ‘Maartunn’, dass die Ausgaben von milliardenschweren Zuweisungen auf nur noch $22,1 Millionen fielen, die letzte Woche für 196 BTC ausgegeben wurden. Trotz der Verlangsamung belegt das Jahr 2025 immer noch den zweiten Platz für Investitionen in BTC seitens der Strategie, wobei bisher $19,53 Milliarden eingesetzt wurden, nur hinter den $21,76 Milliarden von 2024.
Das Unternehmen hält jetzt etwa 3,2% aller im Umlauf befindlichen Bitcoins. Allerdings haben strengere Kapitalbedingungen begonnen, sich bemerkbar zu machen, da die Prämien für die Ausgabe von Aktien sich von 208% auf nur noch 4% verringert haben, was die Akquise frischer Finanzmittel schwieriger macht.
In der Zwischenzeit ist die MSTR-Aktie fast 50% von ihrem Allzeithoch gefallen, während Bitcoin selbst nur 16% unter seinem Höchststand gehandelt wird, was die Leistungslücke zwischen den beiden Vermögenswerten weiter vergrößert hat. Trotz dieser Entwicklung bleibt der Aktienkurs des Unternehmens eng mit Bitcoin korreliert, und Maartunn bemerkte, dass er oft dessen Bewegungen widerspiegelt. Interessanterweise kauft die Strategie weiterhin nahe lokalen Preishochs, zuletzt erwarb sie 196 BTC zu einem Durchschnittspreis von $113.000.
Selbst wenn das Ansammlungstempo verlangsamt wurde, stehen die nicht realisierten Bitcoin-Gewinne des Unternehmens immer noch auf erstaunlichen $23,7 Milliarden. In diesem Sinne erklärte der Analyst,
“Strategy is no longer buying big – but they’re still buying. Long-term conviction remains, even as funding pressure grows.”
Der Billionen-Dollar-Bitcoin-Traum
Obwohl die Käufe nachgelassen haben, bleibt Mitgründer Michael Saylor davon überzeugt, dass Bitcoin im Zentrum der langfristigen Unternehmensstrategie für den Bestand an Unternehmensmitteln steht. Auf einer Konferenz in Prag sagte der ehemalige CEO, dass es nur einen Weg gibt, zu verlieren – nämlich nicht im (Bitcoin-)Spiel mitzuspielen.
In einem separaten Interview im letzten Monat enthüllte Saylor ein ehrgeiziges “Endspiel”, um ein Bitcoin-Bilanzvermögen in Höhe von einer Billion Dollar aufzubauen und damit das globale Kreditsystem neu zu erfinden. Er sagte, das Ziel sei es, $1 Billion in Bitcoin anzusammeln und diese jährlich um 20-30% zu steigern.

