Stille Seufzer: Der deutsche Rentenmarkt ruht erwartungsvoll vor US-Daten
Die Spannung auf den Finanzmärkten ist greifbar, während sich die Kurse deutscher Staatsanleihen am Freitag kaum merklich bewegten. Der Euro-Bund-Future, unverändert bei 127,91 Punkten, spiegelte diese gedämpfte Erwartungshaltung wider. Die Rendite für die zehnjährige Bundesanleihe zeigte sich stabil bei 2,86 Prozent.
An der Wallstreet richten sich alle Blicke nach Westen, wo der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember sehnsüchtig erwartet wird. Diese Daten gelten als richtungsweisend für die künftige Geldpolitik der Federal Reserve, deren nächste Zinsentscheidung Ende Januar ansteht. Zuletzt zeigte sich die Fed im Dezember gnädig und senkte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte.
Während am deutschen Rentenmarkt Gelassenheit herrscht, bringen unerwartet positive Produktionsdaten aus der heimischen Industrie Zuversicht. Der Produktionssektor zeigte im November unerwartetes Wachstum, was die Hoffnung auf eine Wende in diesem zentralen Wirtschaftsbereich Deutschlands nährt. Dennoch trübte ein schwächelnder Außenhandel für denselben Monat die Freude, was ein weiteres Indiz für anhaltende Herausforderungen im internationalen Geschäft darstellt.

