Stilfontein im Fokus: Der tödliche Konflikt um illegales Goldschürfen in Südafrika
Der langanhaltende Konflikt um illegale Goldschürfarbeiten in Südafrika eskaliert weiter: Die Anzahl der verstorbenen illegalen Minenarbeiter ist auf 51 gestiegen, wie die Sicherheitskräfte melden. Die Aktion zur Räumung einer stillgelegten Goldmine in Stilfontein, rund 156 Kilometer südwestlich von Johannesburg, hat die finale Phase erreicht.
Bereits über 100 Personen wurden aus der Mine geholt, so die National Joint Operational and Intelligence Structure. Zivilorganisationen berichten von mindestens 100 Todesfällen durch Hunger, seit die Behörden im Oktober den Zugang zu Nahrung versperrten, um einen Ausstieg der Schürfer zu erzwingen.
Während mehr als 1.500 Arbeiter aus der Mine auftauchten und in Gewahrsam genommen wurden, befinden sich etliche dennoch unter Tage. Der südafrikanische Polizeiminister Senzo Mchunu betont die andauernden Bemühungen zur Rettung der Eingeschlossenen, kann jedoch keine exakte Zahl der verbliebenen Bergleute nennen.
Illegale Minenwirtschaft kostet die südafrikanische Volkswirtschaft jedes Jahr Milliarden, was der Regierung Sorgen bereitet. Das Land, reich an Ressourcen wie Platin und Mangan, sieht sich mit der Problematik von etwa 6.000 verwaisten Minen konfrontiert, die vermehrt von sogenannten „zama zamas“ genutzt werden.
Ein Vorstoß zur Legalisierung dieses informellen Sektors wird von Minenminister Gwede Mantashe strikt abgelehnt, da er in illegaler Förderung keinen positiven Beitrag zur Wirtschaft erkennt. Zusätzlich zieht der lukrative, aber riskante Bergbau Menschen aus dem Ausland an.
Unter den 1.576 festgenommenen Personen seit Beginn der Räumungsaktion waren lediglich 21 südafrikanische Staatsbürger. Die Herausforderungen um die verlassenen Minen bleiben bestehen.

