Steigende Renditen: Deutsche Staatsanleihen erreichen Höchststände seit März
Die Kursverluste deutscher Staatsanleihen setzten sich am Montag fort, und der Euro-Bund-Future verzeichnete einen Rückgang von 0,18 Prozent auf 126,94 Punkte. Kurzzeitig erreichte der Future mit 126,75 Punkten seinen tiefsten Wert seit März. Gleichzeitig stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,91 Prozent, was ebenfalls ein Niveau markiert, das zuletzt im März erreicht wurde.
Eine bemerkenswerte Entwicklung ist bei den 30-jährigen Staatsanleihen zu beobachten, deren Rendite zwischenzeitlich auf 3,535 Prozent anstieg und damit den höchsten Stand seit 2011 markierte. Zu Beginn des Jahres lag die Verzinsung für diese Anleihen noch bei etwa 2,6 Prozent, während Ende 2021 die Rendite sogar negativ war.
Die erhöhten Renditen bedeuten für den Staat gestiegene Zinsverpflichtungen hinsichtlich seiner Schulden und betreffen auch die Kreditkosten für Verbraucher, insbesondere im Bereich der Baufinanzierung. Dennoch waren die Kursbewegungen eher moderat, was Händler auf das gesunkene Handelsvolumen vor den Weihnachtsfeiertagen zurückführten. Zu Beginn der Weihnachtswoche fehlten dem Handel klare Impulse, da sowohl in der Eurozone als auch in den USA keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht wurden.
In den USA sind jedoch für Dienstag einige Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung angekündigt, darunter auch zur Industrieproduktion, die möglicherweise Hinweise zur weiteren Konjunkturentwicklung geben könnten.

