Steigende Preise sorgen für Umsatzplus im Gastgewerbe

Das Gastgewerbe in Deutschland verzeichnete im Jahr 2025 einen Umsatzanstieg, der jedoch hauptsächlich durch erhöhte Preise getrieben wurde. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die nominalen Einnahmen der Branche um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um Preissteigerungen sanken die Erlöse allerdings um 2,1 Prozent.
Besonders betroffen waren die Beherbergungsbetriebe, darunter Hotels und Pensionen, die ein reales Umsatzminus von 2,0 Prozent hinnehmen mussten. Die Gastronomie verzeichnete einen Rückgang von 2,2 Prozent. Selbst der sonst umsatzstarke Dezember, geprägt von Weihnachtsfeiern, brachte preisbereinigt keine Besserung.
Der Deutschland-Tourismus, der 2025 ein absolutes Hoch erlebte, konnte die Belastungen für Hotels und Pensionen etwas abfedern. Die Gastronomie hingegen leidet weiterhin stark unter den steigenden Energie- und Lebensmittelkosten sowie einer anhaltenden Konsumzurückhaltung. Trotz staatlicher Unterstützung, wie der ermäßigten Mehrwertsteuer von sieben Prozent auf Speisen, bleibt der Effekt bei vielen Verbrauchern aus. Im Januar lagen die Restaurantpreise laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts 3,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, ungeachtet der Steuersenkung. Gastronomiebetriebe argumentieren, dass die Steuerentlastung dringend benötigt wird, um die steigenden Kosten zu bewältigen.

