Steht Deutschland vor einer langanhaltenden Flaute?
Deutschland erlebt derzeit alles andere als einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Anders als nach der Finanzmarktkrise, wo Wachstumsraten von drei bis vier Prozent beobachtet wurden, sind solche positiven Entwicklungen aktuell nicht einmal entfernt in Sicht. Selbst moderate Prognosen wie die des Ifo-Instituts, die von einem Wachstum von 0,4 Prozent ausgehen, basieren auf der Annahme, dass die Europäische Zentralbank ihre Zinssätze in diesem Jahr noch zweimal senkt, um die Wirtschaft zu beleben. Doch hier ist Vorsicht geboten – eine solche Zinsentwicklung ist keineswegs sicher. Im Gegenteil, jüngste Daten zeigen, dass die Inflationsrate in der Euro-Zone wieder gestiegen ist. Obwohl die Angst vor einer Deindustrialisierung Deutschlands vielleicht übertrieben sein mag, ist eine mögliche Zinswende allein nicht genug, um die wirtschaftliche Wende herbeizuführen. Deutschland steht somit vor der Herausforderung, sich auf eine längere Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und eine mögliche ökonomische Hängepartie einzustellen. (Eulerpool News)

