Steffen Kampeter fordert Begrenzung der Arbeitslosengeld-Dauer auf ein Jahr
Steffen Kampeter, der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat kürzlich die Begrenzung der Bezugsdauer für Arbeitslosengeld auf ein Jahr vorgeschlagen. Er argumentiert, dass eine längere Bezugsdauer Menschen nur unnötig in einer Warteschleife hält und die Rückkehr in den Arbeitsmarkt erschwert.
Kampeter betont, dass ein Jahr ausreichend sei, um sich neu zu orientieren, jedoch auch kurz genug, um den Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht zu verlieren. Dieses Vorgehen könnte die Bundesagentur für Arbeit entlasten, da die Versicherungsbeiträge stabil bleiben würden und gleichzeitig der Sozialstaat gestärkt würde.
Kampeter warnt davor, dass längere Bezugszeiten die Motivation der Betroffenen verringern und ihre Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten bremsen könnten. Besonders unter dem Gesichtspunkt, dass erfahrene Fachkräfte dringend benötigt werden, sei es wichtig, keine falschen Signale auszusenden.
Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zufolge erhielten im Oktober etwa 984.000 Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld. Die derzeitige Regelung sieht eine gestaffelte Bezugsdauer vor: Jüngere, die weniger als 16 Monate versicherungspflichtig tätig waren, beziehen das Arbeitslosengeld nur für sechs Monate. Für ältere Arbeitnehmer, die bestimmte Versicherungszeiten erfüllen, kann die Bezugsdauer jedoch bis zu 24 Monate betragen.

