Starke Quartalszahlen von Bayer führen zu optimistischem Start an der Börse
Gute Nachrichten für Bayer-Anleger: Die erfreulicheren als erwarteten Ergebnisse zum Jahresauftakt sorgten am Dienstag für positive Stimmung am Aktienmarkt. Die Papiere des Leverkusener Konzerns stiegen in der Spitze um bemerkenswerte 12 Prozent und beendeten den Tag mit einem Plus von 2,8 Prozent, an vorderster Front des Dax. Dieses Hoch bescherte den Anlegern ein Niveau, das seit Oktober des Vorjahres nicht mehr erreicht worden war, auch wenn der Kurs im Tagesverlauf leichte Rückgänge verbuchte.
Analyst Falko Friedrichs von der Deutschen Bank berichtete, dass insbesondere das Pharmageschäft für das unerwartet positive Ergebnis verantwortlich sei. In einem unsicheren Umfeld, das durch Zollproblematiken geprägt ist, erweise sich die Bestätigung der Jahresziele bei konstanten Währungskursen als beruhigend. Allerdings wies Friedrichs auch auf die anhaltenden Herausforderungen, wie den Rückgang der Ergebnisse und die immer noch schwelenden Rechtsstreitigkeiten, hin.
Peter Spengler, Analyst bei der DZ Bank, sieht in den Ergebnissen Potenzial für steigende Markterwartungen. Ermöglicht durch ein erfolgreiches Effizienzprogramm, übertrifft das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) die Konsensschätzungen um beachtliche 9 Prozent. Im Bereich Pharma erwirtschafteten neue Arzneimittel mehr als genug Umsatz, um die Verluste durch den Ablauf des Patentschutzes des Gerinnungshemmers Xarelto auszugleichen.
Nichtsdestotrotz bleibt Bayer mit den Herausforderungen der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten konfrontiert, die mit der Übernahme von Monsanto 2018 ihren Anfang nahmen. Die Anleger erinnern sich: Vor der Übernahme notierte die Bayer-Aktie noch bei 100 Euro, 2015 sogar bei stolzen 146 Euro.

