Starke Quartalszahlen beflügeln Redcare und DocMorris – Anleger schöpfen Hoffnung
Die jüngsten Geschäftszahlen von Redcare Pharmacy sorgen für frischen Wind in der Branche der Online-Apotheken. Mit erfreulichen Neukundenzahlen und positiven Profitabilitätsaussichten versucht sich die Redcare-Aktie nun erneut zu erholen. Ein Anstieg von knapp acht Prozent auf zwischenzeitlich 97,00 Euro im MDax am Donnerstag verdeutlicht das gestiegene Interesse der Investoren, wenngleich die Aktie später einige ihrer Gewinne wieder abgab und zuletzt bei 93,20 Euro notierte. Diese Performance stellt eine Erholung über der kurzfristigen Unterstützungsmarke der 21-Tage-Linie bei etwa 93 Euro dar, ein positiver Impuls für Marktbeobachter.
Auch der Konkurrent DocMorris konnte von den Nachrichten profitieren und legte an der Züricher Börse um 5 Prozent auf 6,62 Franken zu. Beide Unternehmen scheinen neue Erholungsversuche zu starten, beflügelt von den positiven Analysteneinschätzungen zum Quartalsbericht von Redcare. Volker Bosse von der Baader Bank betont das Wachstum im Bereich der verschreibungspflichtigen Medikamente und die starke Zunahme der aktiven Neukunden. Felix Dennl von Metzler spricht zudem von erfreulichen Margenaussichten.
Jefferies-Experte Martin Comtesse hebt hervor, dass die deutlich verbesserte Profitabilität im zweiten Quartal sich voraussichtlich fortsetzen wird. Trotz zuvor geäußerter Befürchtungen habe sich der Geschäftsmix positiv verändert, was die generelle Gesundheit des Unternehmens unterstreicht. Das Missverständnis um die Gesundheits-ID als Bedrohung für den E-Rezept-Prozess konnte ausgeräumt werden, sodass die Integration beider Zugangssysteme, Cardlink und Gesundheits-ID, möglich ist.
Der dramatische Kurseinbruch im Juni, ausgelöst durch eine kritische Analysteneinschätzung bezüglich struktureller Risiken, wurde inzwischen relativiert. Redcare widersprach den damaligen Bedenken energisch, jedoch verharrte der Aktienkurs auf einem Stand von vor zwei Jahren, was bisher zu einem Verlust von nahezu 30 Prozent im laufenden Jahr führte. Dennoch zeigt die jüngste Entwicklung, dass die Branche weiterhin lebendig und um Anpassungen bemüht ist.

