Spionagevorwürfe gegen die AfD: Ein politisches Ping-Pong
In der aktuellen politischen Debatte hat der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla entschieden Anschuldigungen zurückgewiesen, die seiner Partei vorwerfen, Spionage für Russland zu betreiben. Diese Anschuldigungen waren ursprünglich vom thüringischen Innenminister Georg Maier (SPD) geäußert worden, der die Möglichkeit in den Raum stellte, die AfD könnte das parlamentarische Fragerecht missbrauchen, um im Sinne Russlands zu handeln. Chrupalla konterte in der ZDF-Sendung 'Berlin direkt', solche Vorwürfe seien 'bodenlose Frechheit' und forderte handfeste Beweise, die seiner Meinung nach nicht existieren.
Die Debatte über Spionagevorwürfe erhielt zusätzliche Würze durch die Kommentare prominenter Politiker der Union. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bekundete im Gespräch mit dem 'Handelsblatt' Verständnis für die Thematik und bezeichnete die AfD als Partei, die offen ihre Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin zeige. Ebenso äußerte sich Unionsfraktionschef Jens Spahn in der ARD, indem er betonte, ein solcher Umgang sei fern von jeglichem Patriotismus, da wahrer Patriotismus für das eigene Land einstehe.
Chrupalla hingegen sieht in diesen Vorwürfen lediglich den Versuch anderer Parteien, die AfD als Handlanger Russlands darzustellen, was seiner Einschätzung nach nicht gelingen werde. Dem entgegen steht die Entschlossenheit der Union, die patriotischen Absichten der AfD in Zweifel zu ziehen und sie als sogenannte 'Russland-Partei' zu brandmarken.

