SPD und Union im Rentenstreit: Blockade oder Kompromiss?
Im jüngsten Rentenkonflikt zwischen der SPD und der Union zeigt sich die SPD unnachgiebig. Generalsekretär Tim Klüssendorf stellte in Berlin klar, dass die SPD strikt an ihrem Vorschlag festhält. Er argumentiert, das Rentenpaket sei unerlässlich, um die Rentensicherung zu gewährleisten. Klüssendorf forderte von Unionsfraktionschef Jens Spahn und der gesamten Fraktionsführung, die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen zu unterstützen. Besondere Bedeutung misst die SPD dabei der Rentengarantie, der Mütterrente sowie der Aktivrente bei, letztere vor allem Anliegen der Union. "Das Gesamtpaket bietet mehr Gerechtigkeit und Stabilität für die Rentnerinnen und Rentner", betonte Klüssendorf. Er schloss mit einem klaren Hinweis in Richtung Union: Die SPD erwarte dieselbe Unterstützung für ihre Anliegen, wie sie selbst auch Vorhaben der Union respektiere.
Derweil äußerte die Junge Gruppe der Unionsfraktion Bedenken und bezeichnete das von Arbeitsministerin Bärbel Bas vorgestellte Paket als derzeit nicht tragfähig. Sie fordert Anpassungen, insbesondere bzgl. der Regelungen nach dem Jahr 2031. Klüssendorf hob hervor, dass es bei der Fortführung der Rentenpolitik nach 2031 unterschiedliche Ansichten gebe. Wichtig sei jedoch, Rentenkürzungen zu verhindern. Dazu sollten alle Bevölkerungsschichten - inklusive Abgeordneter, Selbstständiger und möglicherweise auch neuer Beamter - in das Rentensystem eingebunden werden.

