Nestlé veranlasst Rückruf von Säuglingsnahrung wegen möglichem Toxinbefund

Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé hat einen vorsorglichen Rückruf mehrerer Säuglingsnahrungsprodukte eingeleitet. Das Unternehmen gab an, dass in einer Zutat eines Zulieferers das Toxin Cereulid, das durch das Bakterium Bacillus cereus entsteht, enthalten sein könnte. Betroffen sind insbesondere Produkte der Marken „Beba“ und „Alfamino“, in unterschiedlichen Verpackungsformen.
Nestlé betont eine enge Zusammenarbeit mit deutschen Behörden, um bestimmte betroffene Chargen, die in Deutschland verkauft wurden, zügig zurückzurufen. "Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Säuglingen haben für uns absolute Priorität", versicherte das Unternehmen.
Cereulid kann unangenehme gesundheitliche Reaktionen wie Erbrechen, Durchfall und ungewöhnliche Müdigkeit auslösen, erklärte ein Unternehmenssprecher. Eltern, deren Kinder keine Symptome zeigen, müssten sich jedoch keine großen Sorgen machen, da keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den Produkten bestätigt wurden.
Eltern wird dringend geraten, betroffene Säuglingsnahrungsprodukte nicht zu verwenden und stattdessen zum Verkaufsort zurückzubringen. Der Konzern verspricht eine Erstattung des Kaufpreises auch ohne Kassenbon. Eltern, die gesundheitliche Bedenken bezüglich ihrer Kinder haben, sollten sich an einen Kinderarzt wenden.
Nestlé betont, dass sie den potenziellen Sorgen der Eltern mit klaren Informationen und Unterstützung begegnen wollen. Der Nestlé Verbraucherservice steht für Fragen bereit und ist unter der angegebenen Telefonnummer in Deutschland erreichbar.

