SPD skizziert eigenen Reformkurs für den Sozialstaat
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hat angekündigt, eigenständige Ideen für eine umfassende Reform des Sozialstaats zu entwickeln. Parteichefin Bärbel Bas hat in Berlin die Eröffnung einer parteiinternen Sozialstaatskommission verkündet, die parallel zur schwarz-roten Regierungskommission arbeiten wird.
Die Ergebnisse werden bis Januar erwartet und sollen zeitgleich mit dem Bericht der Regierungsinitiative vorgelegt werden. Kernbereiche der Reformüberlegungen sind Gesundheit, Pflege und Rente, aber auch die Vereinfachung der oft als langwierig empfundenen Antragsverfahren.
Sozialministerin Bas betonte, dass der bestehende Sozialstaat vielfach als ungerecht wahrgenommen wird und einem Reformbedarf unterliegt. Die SPD strebt an, den Sozialstaat sowohl zu bewahren als auch effizienter und transparenter zu gestalten.
Bas räumte ein, dass die SPD möglicherweise zu anderen Ergebnissen kommen könnte als die Regierungskoalition. Die Vorschläge der Regierungsseite erfordern die Zustimmung der Union und setzen damit auf Konsens.
Die Vorsitzende der SPD merkte an, dass auch andere Aspekte, wie die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen und alternative Steuerfinanzierungen, diskutiert werden sollen. Diese Themen könnten gegebenenfalls neue Impulse für die Diskussion um den Sozialstaat liefern.

