Sparkasse Mecklenburg-Vorpommern kündigt Konten von Nord Stream 2 endgültig
Die finanzielle Luft für die Betreibergesellschaft der Gaspipeline Nord Stream 2 wird dünner. Kürzlich entschied das Oberlandesgericht Rostock, dass die Berufung des Unternehmens gegen das Urteil des Landgerichts Stralsund zurückgezogen wurde. Dieses hatte bereits die fristlose Kündigung der Konten durch die Sparkasse Mecklenburg-Vorpommern aufgrund drohender US-Sanktionen als rechtens bestätigt. Die Bankkonten werden somit zum 10. Januar 2025 endgültig geschlossen.
Parallel dazu läuft bei dem Rostocker Gericht ein weiteres Berufungsverfahren. Auch die Konten des Nord Stream-Sachwalters, Transliq, wurden von der Sparkasse gekündigt, mit derselben Begründung. Das Landgericht Stralsund lehnte bereits im März die Klagen von Transliq ab und untermauerte somit die Kündigung durch die Sparkasse.
Die Gaspipeline Nord Stream 2, die Erdgas von Russland nach Deutschland liefern sollte, ging nie in Betrieb. Nach Beginn des Konflikts in der Ukraine wurde das Projekt von der deutschen Regierung gestoppt. Obwohl die Suche nach einem neuen Investor im Gange ist und ein Gericht in der Schweiz kürzlich einem Nachlassvertrag zustimmte, stehen noch Spekulationen im Raum, wonach US-Investoren, darunter Stephen P. Lynch, ein Interesse am Pipeline-Projekt haben könnten.
Das Projekt selbst könnte in geopolitischen Verhandlungen über den Ukraine-Konflikt eine Rolle spielen, wie jüngst Kommentare von Sergej Lawrow im russischen Fernsehen vermuten ließen. Das Thema bleibt höchst brisant auf internationaler Ebene.

