Spannungen an der Grenze: Israelische Angriffe im Libanon
Erneut flammt die Gewalt an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon auf. Berichten zufolge hat das israelische Militär im Süden des Libanon bei einem Angriff in Nabatija agiert, wobei ein Mann ums Leben kam und sieben Zivilisten Verletzungen erlitten. Die libanesische Regierung identifiziert den Getöteten als einen Kommandeur der Hisbollah, der proiranischen schiitischen Miliz.
Zudem wurde im Grenzgebiet zu Israel ein weiterer Angriff auf ein Motorrad verzeichnet, bei dem ein Mensch getötet wurde. Das israelische Militär erklärte auf Nachfrage, die Vorfälle derzeit genau zu überprüfen. Die angespannte Lage spiegelt sich auch in verstärkten militärischen Aktivitäten an der Grenze wider, wo Panzer und gepanzerte Fahrzeuge vermehrt Richtung libanesisches Territorium bewegt werden.
Das Verhältnis zwischen Israel und der Hisbollah ist seit jeher angespannt, und trotz einer seit Ende letzten Jahres geltenden Waffenruhe beschuldigt Israel die Miliz der Wiederaufrüstung. Im August stimmte die libanesische Regierung einem Plan der USA zu, der eine Entwaffnung der Hisbollah bis Jahresende vorsieht. Doch hat die Miliz bis dato weder eine Zustimmung zu diesem Zeitplan signalisiert noch aktiv Widerstand geleistet.
Beobachter mahnen zur Vorsicht, da größere Konflikte im Libanon drohen könnten. Die USA, vertreten durch den Gesandten Tom Barrack, und die israelische Regierung haben in den letzten Tagen gewarnt, dass die Konsequenzen ernsthaft sein könnten, sollte die Hisbollah nicht zur Entwaffnung bereit sein. Die Situation bleibt weiterhin angespannt und eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

