Spannungen am Staudamm: Drohnenangriff in Belgorod enthüllt neue Front
Im jüngsten sicherheitspolitischen Brennpunkt ist der Staudamm bei Belgorod, nahe der ukrainischen Grenze, ins Visier geraten. Laut russischen Behörden sollen ukrainische Drohnen den Damm beschädigt haben, wodurch der Wasserstand des künstlichen Sees auf einen Meter sank. Die zuständige Wasserbehörde warnte die lokale Bevölkerung vor möglichen Gefahren. Der ukrainische Drohnenkommandeur Robert Browdi bestätigte die Attacken und berichtete über die Überschwemmung russischer Stützpunkte in Grafowka durch das abfließende Wasser des Siwerskyj Donez.
Der Fluss zieht seine Spur weiter nach Wowtschansk, einem strategisch umkämpften Punkt, an dem russische Truppen seit 2024 postiert sind. Jedoch sehen Experten den militärischen Nutzen derartiger Operationen als begrenzt an.
Laut humanitärem Völkerrecht sind Angriffe auf Infrastrukturen wie Staudämme untersagt, wenn deren Zerstörung unkontrollierbare Kräfte freisetzen könnte, es sei denn, sie dienen direkt militärischen Zwecken. Im vergangenen Jahr hatten russische Truppen den Kachowka-Staudamm gesprengt, was zu erheblichen Überschwemmungen in der Südukraine führte.

