Spanien trotzt den Erwartungen: Inflation bleibt stabil
In einer überraschenden Entwicklung hat sich die Inflationsrate in Spanien im August nicht verändert, was sowohl Analysten als auch Märkte verblüfft. Laut dem spanischen Statistikamt INE sind die nach harmonisierten europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 2,7 Prozent geblieben. Bereits im Juli wurde dieselbe Rate verzeichnet, während Experten einen leichten Anstieg auf 2,8 Prozent prognostiziert hatten.
Damit verharrt die Inflation in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone weiterhin oberhalb des mittelfristigen Zielwertes der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Im Vergleich zum Juli meldete das INE keinerlei Veränderung im Niveau der Verbraucherpreise für August. Dabei hatten Ökonomen mit einem minimalen Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet.
Die Stabilität der Inflation wurde erneut durch steigende Kraftstoffpreise gestützt. Im Gegensatz dazu wirkten sich die Preise für Nahrungsmittel und Strom abschwächend auf die Gesamtrate aus. Insbesondere der Anstieg der Strompreise fiel im August geringer aus als im Vorjahr, was die Inflationsdynamik weiter entspannte.

