Spanien setzt humanitäre Maßstäbe in der Migrationspolitik
Die spanische Regierung zeigt mit ihrem neuesten Beschluss zur Legalisierung des Aufenthaltsstatus von etwa 500.000 Immigranten, dass Humanität und pragmatischer Fortschritt Hand in Hand gehen können. Wie die Regierungssprecherin Elma Saiz, ebenfalls Ministerin für Soziales und Migration, in einer Pressekonferenz betonte, verfolgt Spanien ein auf Menschenrechten basiertes Migrationsmodell, das sich im Gegensatz zu vielen anderen westlichen Nationen, beispielsweise unter der Führung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, als zukunftsweisend positioniert.
Zentraler Bestandteil der spanischen Initiative ist die geplante Erteilung einer vorläufigen Aufenthaltserlaubnis an jene Einwanderer, die nachweislich seit vor dem 31. Dezember 2025 im Land leben und straffrei geblieben sind. Diese Erlaubnis soll eine sofortige Arbeitserlaubnis umfassen und kann nach Ablauf eines Jahres in eine reguläre Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden. Dieser Schritt der Regierung erfolgte per Dekret, nachdem die gesetzliche Initiative im Parlament feststeckte und keine Aussicht auf eine Mehrheit hatte.
Rückendeckung in der Bevölkerung erfährt der bisherige Anstieg der Zuwanderung durch aktuelle Zahlen des Statistikamtes Ine, demnach rund 9,8 Millionen im Ausland geborene Menschen im Jahr 2025 in Spanien leben. Dies entspricht einem Fünftel der Gesamtbevölkerung. Trotzdem warnen die konservative Volkspartei PP und die rechtspopulistische Vox-Partei vor möglichen Belastungen für Arbeitsmarkt und soziale Sicherheit, während Spanien mit seiner offenen Migrationspolitik neue Maßstäbe in Europa setzt.

