Solana (SOL) unter Druck trotz ETF-Zuflüssen – Händler beobachten $110-Unterstützungszone

Solana (SOL) steht Ende 2025 unter anhaltendem Druck, gefangen zwischen einer schwächelnden Preisstruktur und Anzeichen für stetiges institutionelles Interesse.
Nach einem starken Rückgang von 39 % im vierten Quartal kämpft SOL darum, wieder an Schwung zu gewinnen. Der Handel bewegt sich im niedrigen $120-Bereich, während Händler darauf achten, ob wichtige Unterstützungsniveaus gehalten werden können. Der Kontrast zwischen sinkender Netzwerkaktivität und anhaltenden Zuflüssen in Anlageprodukte hat den Markt gespalten.
Obwohl die Nachfrage nach ETFs Vertrauen in Solanas langfristige Relevanz signalisiert, bleibt die kurzfristige Kursentwicklung fragil. Mit abnehmender Liquidität zum Jahresende und einer weiterhin vorsichtigen Stimmung im Kryptomarkt könnte die Fähigkeit von SOL, niedrigere Unterstützungszonen zu verteidigen, den Marktstart 2026 prägen.
Verlangsamung des Solana-Netzwerks und bärische technische Signale
Ein Hauptdruckfaktor für SOL ist der starke Rückgang der On-Chain-Aktivität. Die Anzahl der aktiven Nutzer im Netzwerk sank von etwa 30 Millionen Ende 2024 auf unter eine Million im vierten Quartal 2025, was zu einem Rückgang der Gebühreneinnahmen und einer schwächeren Nachfrage nach dem Token führte.
Diese Verlangsamung fiel mit einem breiteren Marktrückgang zusammen, da die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung auf etwa $2,9 Billionen sank und Investoren innerhalb einer Woche fast $1 Milliarde aus digitalen Anlageprodukten abzogen.
Technisch gesehen bleiben die Momentum-Indikatoren abwärtsgerichtet. SOL verzeichnete ein negatives MACD-Signal und einen RSI unter neutralen Werten, während wiederholte Misserfolge, die $126–$130-Zone zurückzuerobern, zu Long-Liquidationen führten.
Analysten warnen, dass ein Verlust der $120-Marke SOL einem tieferen Rückgang in Richtung $110 aussetzen könnte, einem zunehmend als kritisch angesehenen Unterstützungsniveau.
ETF-Zuflüsse heben institutionelle Divergenz hervor
Trotz schwacher Kursentwicklung ziehen Solana-gebundene börsengehandelte Produkte weiterhin Kapital an.
Jüngste Daten zeigen Nettozuflüsse von über $69 Millionen, was SOL von Bitcoin- und Ethereum-Produkten abhebt, die Nettoabflüsse verzeichneten. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass einige institutionelle Investoren bei niedrigeren Preisen akkumulieren, während kurzfristige Händler defensiv bleiben.
Marktbeobachter stellen fest, dass diese Kluft zwischen Fondsflüssen und Spotpreis unterschiedliche Zeithorizonte widerspiegelt. Institutionen scheinen sich auf Solanas Rolle als Infrastruktur für Zahlungen, Tokenisierung und Anwendungen mit hoher Durchsatzrate zu konzentrieren, während der Spotmarkt durch technischen Widerstand und sinkende Einzelhandelsaktivität eingeschränkt bleibt.
Cross-Chain-Entwicklungen und wichtige SOL-Niveaus im Blick
Zusätzlich zur aktuellen Lage haben jüngste Kommentare von Charles Hoskinson und Anatoly Yakovenko die Diskussion über Interoperabilität neu entfacht. Beide Gründer signalisierten Offenheit für eine zukünftige Cross-Chain-Brücke zwischen Solana und Cardano.
Obwohl noch früh und informell, heben solche Entwicklungen laufende Bemühungen hervor, Liquidität und Nutzen über Ökosysteme hinweg zu erweitern.
Händler konzentrieren sich derzeit eher auf Preisniveaus als auf langfristige Visionen. Ein Halten über $120 könnte die Stimmung stabilisieren, aber ein klarer Bruch darunter würde die Aufmerksamkeit wahrscheinlich fest auf die $110-Unterstützungszone lenken.
Bis SOL den Widerstand nahe $130 überzeugend zurückerobert, dürfte der Preisdruck trotz der stetigen institutionellen Zuflüsse anhalten.

