Softbanks Investition bei Intel: Ein Rettungsanker für den Chipgiganten?
Der jüngst bekannt gewordene Einstieg von Softbank bei Intel hat die Anleger des Chipkonzerns in Aufruhr versetzt. Mit einem Kaufpaket im Wert von zwei Milliarden US-Dollar zu 23 Dollar je Aktie positioniert sich der japanische Technologiekonzern strategisch. Damit unterschreitet der Preis den letzten Schlusskurs von 23,66 Dollar, was Beobachtern als überraschende Stütze für das angeschlagene US-Unternehmen erscheint.
Am Dienstag zeigte der vorbörsliche Handel in den USA für die Intel-Aktien ein Plus von 5,5 Prozent, was die Notierung auf knapp 25 Dollar anhob. Diese Entwicklung knüpft an die zweistelligen prozentualen Zuwächse der vergangenen Woche an, die durch Spekulationen über eine mögliche US-Staatsbeteiligung angeregt wurden.
Ein kürzlicher Bericht, der Verhandlungen über eine zehnprozentige staatliche Beteiligung thematisierte, konnte jedoch den Aufwärtstrend nicht halten. Die Aktienwerte gaben zu Wochenbeginn um 3,7 Prozent nach und verwiesen auf die empfindliche Reaktion der Märkte auf solche Nachrichten.
Die Möglichkeit, dass Intel Aktien an die Regierung im Austausch für zugesagte Subventionen abgeben könnte, bleibt ein heißes Thema. Diese Subventionen summieren sich, laut US-Gesetz zur Unterstützung der Chip-Industrie, auf etwa acht Milliarden Dollar, mit einer Erweiterung auf elf Milliarden Dollar durch militärische Projekte. Analysten, wie UBS-Experte Timothy Arcuri, warnen vor einer möglichen Verwässerung der Anteile der bestehenden Aktionäre, verweisen jedoch auf Präzedenzfälle von staatlichen Beteiligungen in den USA.
Die Diskussion über staatliche Einflüsse auf Firmen ist nicht neu. Jürgen Molnar von Robomarkets äußerte kritisch, dass die unter Trump begonnene Strategie der engeren Verzahnung von Staat und Wirtschaft auch künftig die Halbleiterindustrie betreffen könnte. Anleger sollten dies bei ihrer Entscheidungsfindung im Auge behalten.
Trotz der Herausforderungen verzeichnet Intel seit Jahresbeginn einen Kurszuwachs von 18 Prozent. Zum Vergleich: Der technologielastige Nasdaq 100 hinkt hinterher, während Branchengrößen wie Micron, AMD und Nvidia deutlich höhere Gewinne einfahren.

