Siltronic-Aktien tanzen Tango: Schwankend dank unsicherem Geschäftsausblick
Die Aktien von Siltronic sorgten am Dienstag erneut für Gesprächsstoff an den Finanzmärkten. Nach einem turbulenten Start in den Handelstag, bei dem die Papiere des Halbleiter-Wafer-Herstellers zeitweise um fast sieben Prozent abrutschten, konnten sie ihre Verluste zunächst wettmachen, bevor sie später erneut leicht unter Druck gerieten. Am späten Vormittag standen die Aktien mit einem Minus von 1,4 Prozent da, während der Nebenwerte-Index SDax nur leicht nachgab.
Siltronic sieht sich für das Jahr 2025 mit einem weiterhin herausfordernden Geschäftsumfeld konfrontiert. Der Boom um die Künstliche Intelligenz und die daraus resultierende Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren und Speicherchips treibt zwar den Bedarf an größeren Silizium-Wafern an, jedoch bleibt die Nachfrage aus der allgemeinen Industrie, der Automobilbranche und von Smartphone-Herstellern weiterhin verhalten. Eine konkrete Prognose will sich Siltronic in diesem Umfeld nicht zutrauen.
Analyst Harry Blaiklock von der Schweizer Großbank UBS betonte, dass die Unsicherheiten voraussichtlich bis 2026 anhalten werden. Auch Branchenexperte Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies sieht den zurückhaltenden Ausblick als wenig überraschend, wenngleich er den soliden Netto-Finanzmittelfluss hervorhob. 2025 übertraf das Unternehmen die durchschnittlichen Analystenerwartungen. Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank hob hervor, dass Siltronic im Schlussquartal von bestimmten Verschiebe- und Vorzieheffekten profitieren konnte. Dennoch bleiben Währungsgegenwind und struktureller Preisdruck, besonders im 200-mm-Segment, Herausforderungen für das Unternehmen und die Anlegerstimmung.

