Sibanye-Stillwater: Hoffnungsschimmer trotz herausfordernder Umstrukturierungen
Der südafrikanische Bergbaukonzern Sibanye-Stillwater vermeldet für das Jahr 2024 eine beeindruckende Verbesserung seiner Finanzlage, obwohl das Unternehmen weiterhin mit sektoralen Herausforderungen kämpft. Der Verlust je Aktie (EPS) reduzierte sich um beeindruckende 80 % bis 82 %, wobei der Verlust pro Aktie nun bei maximal 271 südafrikanischen Cents (entspricht 15 US-Cents) liegt. Diese positive Entwicklung resultiert hauptsächlich aus Gewinnen im zweiten Halbjahr 2024 und wird trotz erheblicher Wertminderungen im US-amerikanischen PGM-Geschäft erzielt.
Gleichzeitig bleibt der Gesamtgewinn pro Aktie (HEPS) stabil bis leicht verbessert im Vergleich zum Vorjahr, wobei eine Spanne von 63 bis 67 südafrikanischen Cents erreicht wird. Entscheidend für diese Entwicklung sind unter anderem eine Verbuchung von Gewinnen aus Finanzinstrumenten und Dividendenverpflichtungen sowie Kostensparmaßnahmen durch Umstrukturierungen und Produktionsanpassungen.
Die Produktionsziele für 2024 wurden größtenteils eingehalten, obwohl die PGM-Betriebe in den USA und der Betrieb Century aufgrund schwieriger Umstände wie Umstrukturierungen und Naturereignissen leicht hinter den Erwartungen zurückblieben. In Südafrika konnte dennoch ein Plus von 4 % bei der PGM-Produktion verzeichnet werden. In anderen Regionen, etwa der europäischen Nickelraffinerie Sandouville, wurden sogar Produktionssteigerungen erzielt. Der australische Betrieb Century, der auf die Wiederaufbereitung von Zink-Tailings spezialisiert ist, musste hingegen Produktionsverluste durch Überschwemmungen und Feuer verzeichnen.
Stabile Goldpreise und die Übernahme des Recyclingbetriebs Reldan im März 2024 trugen ebenfalls signifikant zur Umsatzsteigerung bei. So konnte Reldan im Jahr 2024 beträchtliche Mengen an Edelmetallen und Rohstoffen vermarkten, was der Konzern als strategische Diversifizierung wertet.
Der Konzern plant, seine Jahres- und Halbjahresergebnisse am 21. Februar 2025 zu veröffentlichen und wird diese im Rahmen eines Webcasts sowie einer Telefonkonferenz detailliert präsentieren.

