Sheikh Hasina's Regime: Britische Politikerin gerät durch Journalistenkonfrontation unter Druck
Die jüngsten Entwicklungen rund um die ehemalige bangladeschische Regierung unter Sheikh Hasina sorgen für Schlagzeilen. Ein ehemaliger Häftling des Regimes, Mir Ahmad bin Quasem, spricht von einem Polizeieinsatz gegen seine Familie, nachdem britische Journalisten in London Fragen an Tulip Siddiq, eine britische Staatsministerin und Nichte von Sheikh Hasina, gestellt hatten. Diese Konfrontation scheint Wellen bis nach Dhaka geschlagen zu haben.
Quasem, der ohne Gerichtsverfahren zwischen 2016 und 2024 in einem geheimen Gefängnis in Bangladesch festgehalten wurde, erklärt, dass das Sicherheitspersonal seine Frau ausdrücklich davor gewarnt hätte, mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dies geschah unmittelbar, bevor ein Bericht von Channel 4 News gesendet werden sollte, in dem Siddiq zur Rechenschaft gezogen wird.
Die Reaktion war eine Razzia am Wohnsitz von Quasem mit fast einem Dutzend bewaffneter Männer, die versuchten, die ausländischen Kontakte seiner Frau zu ermitteln. Siddiqs Rolle wird weiterhin erhitzt diskutiert, insbesondere wegen ihrer Immobilien in London, die ohne Bezahlung erworben wurden.
Die Verbindungen ihrer Familie zur Awami League, die unter Korruptionsanschuldigungen steht, heizen die Debatte zusätzlich an. Siddiq sieht sich zudem Vorwürfen gegenüber, in das Verschwindenlassen von Personen in Bangladesch involviert zu sein.
Trotz ihrer Versicherung, nichts falsch gemacht zu haben, hat sie sich wegen ihrer Immobiliengeschäfte an den Berater für ministerielle Standards gewandt. Bangladeschs Internationales Kriegsverbrechertribunal hat Haftbefehle gegen Sheikh Hasina und elf ihrer Top-Beamten erlassen, während weitere Ermittlungen zur illegalen Finanzpraxis der Familie laufen.
Inmitten dieser Kontroversen fordert Quasem, der durch seine Inhaftierung schwer gezeichnet ist, Premierminister Sir Keir Starmer auf, Siddiqs Eignung für ihr Amt zu überdenken.

