Selenskyj plant Gespräche mit Trump über möglichen US-Waffenlieferstopp
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj strebt an, baldige Klarheit über Berichte eines teilweisen Stoppes amerikanischer Waffenlieferungen für die Ukraine zu erhalten, indem er direkt mit dem US-Präsidenten Donald Trump spricht. Besonders hoffe Selenskyj auf einen Austausch noch in dieser Woche. Sein Ziel ist es, die Unterstützung der USA für die Ukraine zu sichern, insbesondere in Bereichen, in denen europäische Staaten nicht liefern können, wie etwa bei Raketen für die Patriot-Flugabwehrsysteme.
Selenskyj hielt sich in Aarhus auf, wo wichtige Gespräche im Rahmen des dänischen EU-Ratsvorsitzes stattfanden. An seiner Seite waren dabei bedeutende Persönlichkeiten wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa und Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen. Auf der Pressekonferenz unterstrich Selenskyj den hohen Stellenwert der amerikanischen Hilfe für die Ukraine.
US-Medien hatten zuletzt über mögliche Lieferunterbrechungen bei bestimmten Raketen und Munition berichtet, die ursprünglich der Ukraine versprochen waren. Das ukrainische Verteidigungsministerium wartete bisher vergeblich auf offizielle Informationen über Änderungen der Militärhilfe. Man strebt ein klärendes Gespräch mit den US-Behörden an, die derweil betonten, dass Waffenlieferungen aufgrund einer laufenden Überprüfung der amerikanischen militärischen Fähigkeiten vorübergehend ausgesetzt sind, ohne jedoch näher ins Detail zu gehen.

