Selenskyj kritisiert Budapest als Ort für Trump-Putin-Gespräche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte deutliche Kritik an der geplanten Wahl des nächsten Treffpunktes zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Budapest, die für das Treffen favorisierte Stadt, steht dabei im Zentrum der Diskussion, insbesondere in Anbetracht der Rolle des ungarischen Premierministers Viktor Orban, der kommende Wahlen anstrebt. Selenskyj zweifelt an Orbans Fähigkeit, die Interessen der Ukraine in friedlichen Verhandlungen zu vermitteln.
Der genaue Termin für das Gipfeltreffen steht noch aus, dennoch scheinen sich Trump und Putin nach ihrem kürzlichen Telefonat bereits auf Budapest als Austragungsort geeinigt zu haben. Viktor Orban, der seit dem Ausbruch des Konflikts auch persönlich Kontakt zu Präsident Putin pflegt, hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, als Gastgeber zu agieren.
Selenskyj stellt jedoch die Eignung Budapests infrage und nennt dabei Alternativen wie die Schweiz, den Vatikan und die Türkei, die seiner Meinung nach besser geeignet wären. Dennoch betont er, dass der Ort zweitrangig sei, solange er dem Frieden in der Region zuträglich ist.
Nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sieht Selenskyj den Zeitpunkt als günstig an, um mit verstärktem Druck auf Moskau den Konflikt zu beenden. Eine baldige Fortsetzung der Gespräche mit Macron steht ebenfalls auf der Agenda des ukrainischen Präsidenten. Gleichzeitig plant er die Verlängerung des aktuell geltenden Kriegsrechts und der Mobilmachung, wie aus Parlamentsdokumenten hervorgeht.

