Selenskyj drängt auf westliche Unterstützung bei Munitionsengpässen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf einer Pressekonferenz in Brüssel einen kritischen Mangel an Raketen für diverse Flugabwehrsysteme im Kampf gegen russische Angriffe aufgezeigt. Besonders bei einigen Systemen seien bestimmte Raketentypen nicht mehr vorhanden, wie Selenskyj betonte. Angesichts täglicher Angriffe müsse gehandelt werden, wobei er auf die Unterstützung der europäischen Partner setze.
Selenskyj machte deutlich, dass die Ukraine entweder Lizenzen, Raketenlieferungen oder finanzielle Unterstützung von Verbündeten benötige, um die benötigte Munition zu beschaffen. Eine Zusammenarbeit mit westlichen Ländern sei unerlässlich, andere Optionen sehe er aktuell nicht. Während der Präsident keine spezifischen Flugabwehrsysteme in Brüssel nannte, hatte er zuvor im EU-Rat betont, dass insbesondere Raketen für die in den USA produzierten Patriot-Systeme dringend benötigt werden. Diese Systeme helfen Kiew, russische ballistische Raketen abzufangen, während andere Systeme wie das deutsche Iris-T oder das französisch-italienische SAMP/T in dieser Hinsicht nicht ausreichen.
Die jüngsten russischen Drohnen- und Raketenangriffe führten im südukrainischen Gebiet Odessa zu einem mehrtägigen Stromausfall und verdeutlichen die Dringlichkeit der Situation. Seit fast vier Jahren stemmt sich die Ukraine mit westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion.

