SEC verklagt Elon Musk wegen verspäteter Aktienmeldung bei Twitter
Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Klage gegen Elon Musk eingereicht. Dem milliardenschweren Unternehmer wird vorgeworfen, den Erwerb von Twitter-Aktien verschleiert zu haben, um günstigere Preise zu erzielen. Die SEC behauptet, Musk habe es versäumt, rechtzeitig offenzulegen, dass er bereits Anfang 2022 mehr als 5% der Anteile an Twitter erworben hatte – Monate vor der endgültigen Übernahme des sozialen Netzwerks.
Musks Anwalt, Alex Spiro, bezeichnete die Klage der SEC als Eingeständnis ihrer Machtlosigkeit, da Musk sich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht habe. Er fügte hinzu, dass die SEC lediglich eine "scheinbare" Beschwerde unter Berufung auf eine administrative Lappalie eingereicht habe.
Elon Musk, als einer der größten Unterstützer und Berater von Donald Trump, ist derweil mit Bestrebungen zur Kostensenkung in der Regierung beauftragt. Die SEC untersucht seit 2022 Musks Investition in Twitter und hat mehrfach angefragt, warum er seine Beteiligung nicht fristgerecht offengelegt hat. Der verspätete Bericht führte zu einem Kurssprung der Twitter-Aktien um 27%, was laut SEC einem ungerechtfertigten Vorteil von mindestens 150 Millionen Dollar entspricht.
Die SEC fordert von Musk nun die Rückzahlung der erzielten Gewinne sowie eine zivilrechtliche Strafe. Ob weitere Kommentare seitens der Behörde erfolgen, bleibt abzuwarten. Zudem sieht sich Musk Klagen von Investoren gegenüber, die ihm ebenfalls die Verschleierung seiner Aktienkäufe vorwerfen.

