Schweizer Rentner freuen sich auf das 13. Monatsgeld

Pensionäre in der Schweiz können sich demnächst über eine zusätzliche monatliche Zahlung freuen, die einer Art Weihnachtsgeld ähnelt: Im kommenden Jahr wird erstmals eine 13. Monatsrente ausgezahlt. Diese erfreuliche Entwicklung ist das Resultat der erfolgreichen Anstrengungen des Gewerkschaftsbundes, der durch das Sammeln von Unterschriften eine Volksabstimmung einleitete und eine Zustimmung von über 58 Prozent der Wähler erlangte. Dies geschah trotz anfänglichem Widerstand der Regierung, die vor den finanziellen Belastungen warnte. Mit dieser neuen Regelung erfahren die staatlichen Renten eine Erhöhung um 8,3 Prozent. Diese zusätzliche Rente wird allerdings erst im Dezember an die Rentnerinnen und Rentner ausgezahlt.
Ähnliche Regelungen gibt es bereits in anderen Ländern wie Liechtenstein, Polen und Österreich, jedoch nicht in Deutschland. Die staatliche Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) in der Schweiz bietet eine maximale Rente von 2.520 Franken, was über 2.700 Euro entspricht. Zusätzlich zur AHV profitieren die meisten Rentner von einer zweiten Säule, einem persönlichen Rentenkonto, das durch Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gespeist wird.
Um die Mehrkosten zu decken, plant die Regierung eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 8,1 auf 8,8 Prozent. Im Vergleich dazu liegt der reguläre Satz in Deutschland bei 19 Prozent. Diese Steueranpassung bedarf allerdings noch der Zustimmung des Parlaments.

