Schweiz bietet Vermittlung im US-Iran-Konflikt an
Die Schweiz positioniert sich erneut als neutraler Vermittler in internationalen Krisen und hat ihre Bereitschaft signalisiert, im eskalierenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu intervenieren. Gabriel Lüchinger, der Leiter der Abteilung Internationale Sicherheit im schweizerischen Außenministerium, nahm Kontakt zum iranischen Sicherheitsbeamten Ali Laridschani auf. Ziel des Gesprächs war es, die sogenannten „Guten Dienste“ der Schweiz zur Entschärfung der Spannungen anzubieten. Im Zuge der anhaltenden Proteste gegen das strenge Regime in der Islamischen Republik, drohte US-Präsident Donald Trump wiederholt mit einer Intervention der USA. Dies verleiht der neutralen Vermittlungsposition der Schweiz besondere Bedeutung.
Seit 1980 vertritt die Schweiz die Interessen der USA im Iran, eine Folge des Abbruchs diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Die schweizerische Interessensektion in Teheran bietet unter anderem konsularischen Schutz für US-Bürger.
Parallel zum diplomatischen Engagement zeigten sich in Zürich und anderen Metropolen weltweit zahlreiche Menschen solidarisch mit den Protestierenden im Iran. Menschenrechtsorganisationen berichten von über 3.000 Todesopfern infolge gewaltsamer Unterdrückung durch die iranischen Sicherheitskräfte. Diese Zahlen sind jedoch aufgrund der eingeschränkten Informationslage schwer zu verifizieren.

