Schwedische Reichsbank setzt auf Wachstumsimpulse
In einer unerwarteten Entscheidung hat die schwedische Notenbank ihren Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben und diesen um 0,25 Prozentpunkte auf nunmehr 1,75 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme kommt überraschend, da die Mehrheit der Ökonomen von einem gleichbleibenden Leitzins ausgegangen war. Mit diesem Schritt erreicht der Leitzins ein Niveau, das zuletzt vor etwa drei Jahren verzeichnet wurde.
Die Zentralbank deutete an, dass dies vorläufig die letzte Zinssenkung sein könnte. Solange sich die aktuellen Prognosen für Inflation und Konjunktur bewahrheiten, ist nicht mit weiteren Anpassungen zu rechnen. Der Fokus liegt somit stärker auf der Unterstützung eines schwachen Wirtschaftswachstums, während die zuletzt über das Inflationsziel von zwei Prozent gestiegenen Verbraucherpreise als vorübergehendes Phänomen betrachtet werden.
Diese Entscheidung verdeutlicht das Bestreben der Zentralbank, die Konjunktur zu stützen, anstatt eine restriktivere Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflationsentwicklung zu verfolgen. Die neuesten wirtschaftlichen Zahlen legen nahe, dass der Inflationsanstieg wohl kein nachhaltiges Muster darstellt, was die derzeit getroffene geldpolitische Strategie der Reichsbank rechtfertigt.

