Schwarzarbeit im Haushalt: Ein offenes Geheimnis?

Vielen ist längst bewusst, was nun auch wissenschaftlich untermauert wurde: Die formelle Anstellung von Haushaltshilfen ist eher die Ausnahme denn die Regel. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Haushalten arbeiten, fürchten die finanziellen Einbußen, die mit einem offiziellen Anstellungsverhältnis verbunden sind. Besonders betroffen sind jene, die gleichzeitig auf Transferleistungen angewiesen sind.
Doch nicht nur die Angestellten, auch die Haushalte selbst sehen sich mit zahlreichen bürokratischen Herausforderungen konfrontiert. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Haushaltshilfe für einige Stunden pro Woche offiziell zu beschäftigen, muss sich auf einen regelrechten Papierkrieg einstellen. Die Notwendigkeit einer zweiten Lohnsteuerkarte, der Einsatz von DATEV für die Abrechnung und weitere staatliche Vorgaben machen den Prozess nicht gerade attraktiver.
Die Wissenschaft bestätigt nun, was in vielen Haushalten schon länger als offenes Geheimnis gilt: Die Schwellenangst ist für viele schlicht zu hoch. Und so bleibt das Gros der Haushaltshilfen weiterhin in einem Graubereich tätig.

