Schwarz-Rote Koalition: Aufruf zur Geschlossenheit angesichts wachsender Herausforderungen
In einem eindringlichen Appell hat Unionsfraktionschef Jens Spahn die Koalitionspartner der schwarz-roten Bundesregierung zu mehr Geschlossenheit aufgerufen. Nach 100 Tagen im Amt betonte der CDU-Politiker gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit. Spahn mahnte an, den gemeinsamen Handlungsspielraum auszuloten und Vereinbarungen zu respektieren, um die Stabilität der Koalition zu gewährleisten.
Im Zuge einer gescheiterten Wahl neuer Verfassungsrichter im Bundestag erfuhr Spahn allerdings zuletzt Kritik von SPD-Seite. Die von der CDU zugesagte Unterstützung für eine SPD-Richterkandidatin geriet ins Wanken, was die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas in der ARD zu einer kritisch-angeschlagenen Einschätzung des Vertrauens gegenüber Spahn veranlasste. Sie forderte intensivere Gespräche mit der Union, um bestehende Differenzen zu klären.
Spahn betonte derweil, dass die Verantwortung der schwarz-roten Koalition gerade in Abgrenzung zu extremistischen Parteien wie der AfD deutlich werde. Die Zusammenarbeit sei keine Liebesheirat, wohl jedoch eine Pflicht zum Erfolg im Interesse des Landes. Er hob hervor, dass politisches Augenmaß erforderlich sei, um den destruktiven Tendenzen der AfD mit einer zielorientierten Politik entgegenzuwirken.

