Scholastic im freien Fall: Unsicherheit im Bildungssektor drückt das Ergebnis
Der Kinderbuchverlag Scholastic musste einen erheblichen Rückschlag hinnehmen, nachdem er einen Quartalsverlust bekannt gegeben hatte, der auf die Zurückhaltung der Schulen bei den Ausgaben infolge unsicherer staatlicher Finanzierungszusagen zurückzuführen ist.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 97 Millionen US-Dollar, im Vergleich zu einem Verlust von 92 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz sank um 5% auf 225,6 Millionen US-Dollar und blieb damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
Besonders betroffen war der Bereich Education Solutions, dessen Erlöse um 28% auf 40 Millionen US-Dollar einbrachen. Scholastic führte dies auf die 'zunehmende Unsicherheit bei der Finanzierung von Schulen und Schulbezirken' zurück, die die Ausgaben für ergänzende Lehrmaterialien beeinträchtigte.
CEO Pete Warwick hob hervor, dass das Unternehmen den Fokus auf die Optimierung der Kapitalallokation und die Stärkung der Bilanz lege, um den Aktionärswert zu steigern. In diesem Zusammenhang erwähnte er das starke Interesse an den kürzlich eingeleiteten Schritte zur Prüfung möglicher Sale-and-Leaseback-Transaktionen von wichtigen Immobilien.
Scholastic befindet sich derzeit in der Identifikation potenzieller Investoren für Sale-and-Leaseback-Deals für Büro- und Einzelhandelsimmobilien in New York City sowie Verteilzentren in Jefferson City, Missouri. Der Abschluss dieser Prozesse wird im Herbst erwartet. Das Unternehmen ist weiterhin der Überzeugung, dass die Monetarisierung wesentlicher Immobilienwerte bedeutende zusätzliche Liquidität bereitstellen könnte, die im Einklang mit den Prioritäten der Kapitalallokation eingesetzt werden soll, einschließlich Schuldenabbau und Aktienrückkäufen.
Die Aktien von Scholastic fielen im jüngsten Handel um etwa 12%. Zuvor hatte der Kurs in diesem Jahr um fast 30% zugelegt.

