Santander setzt ambitionierte Wachstumsziele – Anleger reagieren positiv

Die spanische Großbank Santander hat im Rahmen ihres Investorentages in London ehrgeizige Pläne zur Steigerung ihres Gewinns bis 2028 angekündigt. Der Gewinn soll von zuletzt rund 14 Milliarden Euro auf über 20 Milliarden Euro ansteigen, was die Erwartungen von Analysten, die mit knapp 19 Milliarden Euro rechneten, übertrifft. Vorstandsvorsitzende Ana Botin plant, den Anteil des Überschusses, der als Dividende ausgeschüttet oder für Aktienrückkäufe genutzt wird, zu erhöhen.
Für das Jahr 2027 sind 35 Prozent des Gewinns als Dividende vorgesehen und weitere 15 Prozent sollen in den Rückkauf eigener Aktien fließen. Diese strategische Ausrichtung fand positiven Anklang an den Börsen, wo Santanders Aktien im frühen Handel einen Aufschwung von bis zu drei Prozent auf 10,97 Euro erfuhren. Damit konnte der jüngste Rückgang der Aktie nach dem Mehrjahreshoch im Februar komplett ausgeglichen werden.
In den letzten zwölf Monaten erzielte Santander mit einem Kursplus von 80 Prozent eine herausragende Leistung unter den europäischen Bankwerten. Mit einem Börsenwert von 160 Milliarden Euro ist Santander die wertvollste Bank der Eurozone.
Um den Gewinn weiter zu optimieren, plant die Bank, die Kundenzahl von derzeit 180 Millionen auf über 210 Millionen im Jahr 2028 zu erhöhen. Dies soll zur Senkung der relativen Kosten beitragen, die bis dahin nur noch 36 Prozent der Erträge ausmachen sollen. Zudem ist eine Steigerung der Rendite auf das materielle Eigenkapital auf über 20 Prozent angestrebt, ein ehrgeiziger Sprung angesichts der 16,3 Prozent im Jahr 2025.

